Salzburg Museum: Jahresrückblick 2008 und Vorschau 2009


Rückblick 2008
Auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2008 blickt der Direktor des Salzburg Museum Erich Marx zurück. „Wir haben ein dichtes und vielfältiges Ausstellungsprogramm angeboten, das in der Durchführung alle Beteiligten sehr gefordert hat, vom Publikum aber sehr gut angenommen worden ist“, sagt Marx. Bei aller grundsätzlichen Skepsis zur „Quotenjagd“ im Museum spricht eine neuerliche Steigerung der Besucherzahlen um 23.433 auf insgesamt 702.127 MuseumsbesucherInnen im Jahr 2008 doch eine deutliche Sprache.

Das Ziel, mit dem Ausstellungsprogramm in allen Häusern unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen, ist aufgegangen. Dies gilt insbesondere für die großen Sonderausstellungen in der Kunsthalle der Neuen Residenz mit „Arno Lehmann (1905–1973) – Keramiker, Maler, Bildhauer“ (bis 10. Februar 2008), „Lucas Suppin (1911–1998) – figural, surreal, abstrakt“ (29. Februar bis 22. Juni 2008), „ENTDECKTE MODERNE 1910–1945“ (23. Juli bis 12. Oktober 2008) und „Stadt Salzburg – Ansichten aus fünf Jahrhunderten“ (seit 31. Oktober 2008) als auch für die Präsentation von unterschiedlichen Persönlichkeiten im 1. Stock. Auch die Sonderausstellungen „Darf's ein bisserl mehr sein? – Kaufläden aus der Spielzeugsammlung“ (bis 9. November 2008) im Spielzeug Museum sowie die Präsentation „Blütenzier – Tracht, Mode, Design“ im Volkskunde Museum fanden beim Publikum sehr guten Zuspruch und viel positives Echo. Ebenso sorgten die Krippenausstellung im Panorama Museum und die Präsentation des Stille-Nacht-Autographs im Salzburg Museum für reges Publikumsinteresse in der Weihnachtszeit.

Auch wenn die Öffentlichkeit sich in erster Linie für die Ausstellungen interessiert, so ist 2008 von den 70 MitarbeiterInnen des Museums zusätzlich sehr viel Arbeit im Hintergrund geleistet worden. Dazu zählen eine lange Liste von wissenschaftlichen Publikationen, die Aufarbeitung von Nachlässen, umfassende konservatorische und restauratorische Tätigkeiten an zahlreichen Kunstwerken wie kaum jemals zuvor in der Geschichte des Museums und die intensive Weiterführung der digitalen Inventarisierung. Dazu konnten 2008 die Sammlungen des Museums durch Ankäufe und Schenkungen bedeutsamen Zuwachs verzeichnen.

Einer der Höhepunkte des Jahres 2008 für das Salzburg Museum war mit Sicherheit die Verleihung des Österreichischen Museumspreises durch Bundesministerin Dr. Claudia Schmied am 19. September 2008.

Die Besucherzahlen 2008
Trotz mancher Einschränkung von außen konnten die Besucherzahlen gegenüber 2007 sogar noch gesteigert werden. Das Salzburg Museum zählt mit den mehr als 700.000 Eintritten zu den meistbesuchten Museen Österreichs und rangiert damit wiederum an der Spitze der österreichischen Museen außerhalb Wiens.


Im Festungsmuseum haben sich die Eintritte in den vergangen fünf Jahren mehr als verdoppelt, was ohne Zweifel auf die von Direktor Erich Marx vehement betriebene Einführung der Pauschaleintrittskarte zurückzuführen ist. Natürlich hängt die Besucherzahl im Festungsmuseum auch stark von der touristischen Gesamtsituation ab. In der Neuen Residenz wurde die angestrebte Anzahl von 80.000 Eintritten deutlich überschritten. Wichtig war sicher, dass endlich die Beschriftung an der Hausfassade durchgesetzt werden konnte und – im Gegensatz zu 2007 – auch entsprechende Werbemittel zur Verfügung standen. Die Schließzeiten während der EURO im Juni 2008 „kosteten“ rund 4.000 Besucher.


Das Volkskunde Museum konnte wegen der notwendigen Sanierungsmaßnahmen nach den Sturmschäden erst zwei Monate später eröffnet werden, wodurch rund 5.000 Besucher fehlen, die sonst im April und Mai in das Monatsschlössl auf dem Hellbrunner Berg kommen.

Besucherzahlen siehe Word-Dokument.

5.000stes Mitglied im Salzburger Museumsverein
Anfang November 2008 konnte Präsident Josef Reschen das 5.000ste Mitglied des Salzburger Museumsvereins begrüßen. Die auch weiterhin steigende Mitgliederzahl zeigt, dass die Salzburgerinnen und Salzburger großes Interesse am Salzburg Museum haben und dessen Angebote gerne nutzen. Begehrt sind nicht nur die vielen Vorträge und Führungen, sondern auch die immer ausgebuchten kunsthistorischen Exkursionen. Der Museumsverein unterstützt das Museum in finanzieller Hinsicht mit rund 80.000 Euro jährlich. Außerdem leisten besonders engagierte Mitglieder viele persönliche Dienste bei Veranstaltungen und sogar in der Aufsicht.

Ausstellungsvorschau 2009

Salzburg Museum | Neue Residenz
Sonderausstellungen in der Kunsthalle

STADT SALZBURG – Ansichten aus fünf Jahrhunderten
bis 28. Juni 2009
Die Präsentation von rund 140 Stadtansichten aus den Sammlungen des Salzburg Museum anlässlich seines 175-Jahr-Jubiläum wird ab 22. Jänner 2009 ergänzt um zeitgenössische Werke aus der Zeit von 1957 bis 2007 aus der Sammlung des Landes Salzburg und ab 30. April durch eine Ausstellung der Preisträger des vom Salzburg Museum ausgeschriebenen Schülerwettbewerbs.



Kunst aus Japan. Heian – Genzai
18. Juli bis 30. August 2009
Im Jahr 2009 feiern Österreich und Japan 140 Jahre diplomatische Beziehungen. Dies, die Städtefreundschaft Salzburgs mit Kawasakai und der persönliche Kontakt zum internatonal tätigen Manager Mitsugo Sato sind Anlass im Salzburg Museum eine Ausstellung japanischer Kunst zu zeigen. Der zeitliche Bogen spannt sich vom 10. Jahrhundert (Heian-Periode) bis in die Gegenwart (Genzai) und präsentiert neben ausgewählten Objekten der Sammlung der Konoe Familie (aus der Yomei Bunko Foundation, Kyoto) japanische Grafik, Kalligraphie und Textilien, eine Salzburger Privatsammlung von Hiroshige-Holzstichen und japanische Werke aus dem Nachlass des lange Jahre in Japan lebenden Salzburger Künstlers Hermann Freudlsperger (1887–1956). Begleitend zur Ausstellung findet der Besucher im 1. Stock des Salzburg Museum ein original japanisches Restaurant, das von dem Tokioter Restaurantchef Tetsuo Aoki geführt wird. Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Theater, Tanz und Kalligraphie-Workshop, mit Kimono-Vorführung und Sake-Verkostung entführt die Besucher in das Land der aufgehenden Sonne.

Josef Stoitzner (1884–1951) Landschaften – Stillleben – Interieurs
26. September 2009 bis 10. Jänner 2010
Der Jugendstil, der von Künstlern wie Segantini vertretene malerische Divisionismus und der österreichische Stimmungsrealismus waren die wichtigsten Elemente, aus denen Josef Stoitzner (1884-1951) seinen unverwechselbaren Malstil entwickelte. Von der Fachwelt lange Zeit ignoriert – weil als zu wenig modern angesehen – erfreuen sich seine Bilder seit rund zwanzig Jahren wachsender Anerkennung. Die noch ausstehende museale Würdigung einschließlich einer ersten repräsentativen Publikation hat sich das Salzburg Museum, in dessen Besitz sich das größte von Stoitzner geschaffene Gemälde befindet, zur Aufgabe gemacht. Dank der Zusammenarbeit mit den Nachkommen und wichtigsten Sammlern kann eine optimale Auswahl seiner Ölbilder und Grafiken gezeigt werden. Durch alljährliche Aufenthalte in Bramberg im Pinzgau, der Heimat seiner Frau, weisen Leben und Motivwelt des einer Wiener Künstlerfamilie entstammenden Stoitzner einen starken Bezug zu Salzburg auf. Seine analytische, durch Perspektive und Raumplastik geprägte Auffassung gewinnt vor allem als Alternative zu den tonangebenden expressiven Strömungen der Zeit Profil.

Säulenhalle (E)
Stadt Salzburg – Arbeiten aus fünf Jahrzehnten (1957–2007)
Werke aus der Sammlung des Landes zum Thema Salzburg
23. Jänner bis 19. April 2009
Gezeigt werden in dieser Begleit-Ausstellung zu „STADT SALZBURG“ in der Kunsthalle Arbeiten von 31 Künstlern aus fünf Jahrzehnten: Der Schwerpunkt liegt auf der Fotografie, es werden jedoch auch Malerei, Zeichnung und Druckgraphik gezeigt. Gemeinsam ist allen Arbeiten der Bezug zur Stadt Salzburg – die Ansichten oder Einblicke sind dokumentarisch, realistisch, ironisch, illusionistisch oder humorvoll. Zu sehen sind Bilder u. a. von Trude Engelsberger, Dieter Huber, Rainer Iglar, Hermann Kremsmayer, Hans Kruckenhauser, Eva Möseneder, Andrew Phelps, Konrad Winter.

Ansichtssache – Die Stadt Salzburg aus ungewöhnlichen Blickwinkeln.
30. April bis 28. Juni 2009
Das Salzburg Museum hat im Rahmen der Sonderausstellung „STADT SALZBURG – Ansichten aus fünf Jahrhunderten“ einen Kreativwettbewerb für alle Schulen in Stadt und Land Salzburg ausgeschrieben, in dem Schüler aufgefordert wurden aus ihrer Sicht, abseits der gängigen Klischees und durch verschiedene künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten Salzburg zu zeigen. Das Museum präsentiert in einer eigenen Ausstellung die prämierten Schüler-Arbeiten.

Der Residenzplatz – Fenster zu Salzburgs Geschichte.
18. September 2009 bis 17. Jänner 2010
Die archäologischen Grabungen des Bundesdenkmalamtes 2007 bis 2009 am Residenzplatz erbrachten eine Fülle qualitätvoller Fundstücke und gut erhaltener Baureste unterschiedlicher Zeitstellung. Dadurch ergibt sich ein neues Bild der Nutzung dieses zentralen Platzes von der römischen Besiedlung bis in die jüngste Vergangenheit. Die Ausstellung vermittelt anhand einer repräsentativen Auswahl an (oft singulären) Fundstücken, Plänen und Fotos eine Vorstellung zu einzelnen Themenschwerpunkten von 2.000 Jahren Stadtgeschichte im Zentrum von Salzburg. Zur Ausstellung erscheint eine Publikation, die auch frühere Forschungsergebnisse enthält.

Änderungen in „Salzburg persönlich“ (1.OG)
Raum 101:
Leopold Kohr (1909–1994) – Das menschliche Maß
26. Februar bis 11. Oktober 2009
Der Wirtschaftstheoretiker Leopold Kohr entwickelte eine umfassende Lehre, die das menschliche Maß in den Mittelpunkt rückt. Das Zusammenleben der Menschen kann laut Kohr wirtschaftlich und sozial nur in relativ kleinen Einheiten funktionieren, große staatliche Systeme oder Verbünde neigen durch ihren Zwang zum Wachstum dazu, zu kollabieren. Die Ausstellung findet aus Anlass des 100. Geburtstages von Leopold Kohr statt.

Maria-Elisabeth Prigge (1949–2007) Malerin und Grafikerin
ab 7. November 2009
Der erste Raum von „Salzburg persönlich“ wird der vor zwei Jahren verstorbenen Salzburger Künstlerin M. E. Prigge gewidmet. Abstrakte Bilder auf Leinwand, Arbeiten auf Papier und Druckgraphik zeigen die Entwicklung einer sehr persönlichen „Zeichen-Sprache“, die die Künstlerin seit Anfang der 80er Jahre eingesetzt hat. Diese Zeichen – Logos für Gefühle und Befindlichkeiten – stehen meist im Dialog miteinander. Beeindruckend sind die letzten, äußerst reduzierten, großformatigen Holzschnitte, die Prigge selbst gedruckt hat. Zur Ausstellung erscheint ein Werkverzeichnis, das den gesamten Nachlass und die Schenkungen an das Salzburg Museum dokumentiert.

Raum 102:
Hermann Rastofer (*1930) – Designer, Maler, Bildhauer
ab 7. November 2009
Rastorfer hat sich ab den frühen 1950er Jahren als erfolgreicher Grafiker und Designer für Pharmaprodukte, die Automobilindustrie und große Verlage einen Namen gemacht. Erst später fand er zu Malerei und Plastik. Er befasst sich intensiv mit der griechischen Antike und bevorzugt in seinen Skulpturen archaische Formen. Anlässlich seines 80. Geburtstags im Jahr 2010 widmet ihm das Salzburg Museum eine Werkschau.

Raum 103
Joseph Messner (1893–1969) – Domkapellmeister und Komponist
29. Februar bis 11. Oktober 2009
Der in Tirol geborene Joseph Messner kam in seiner Schulzeit als Kapellknabe nach Salzburg, wo er später sein Theologiestudium begann und 1916 zum Priester geweiht wurde. Als Orgelvirtuose von internationalem Rang reiste Messner durch Europa und erhielt 1922 das Amt des Salzburger Domorganisten, dem 1926 die Ernennung zum Domkapellmeister folgte. Er gründete den Domchor neu, sorgte für die Wiederaufführung historischer und zeitgenössischer Komponisten im Salzburger Dom und leitete die Domkonzerte der „Salzburger Festspiele“. Sein kompositorisches Schaffen umfasst mehr als 340 Werke. Zahlreiche Preise und Ehrungen krönten sein Lebenswerk. Sein Verhältnis zu nationalsozialistischen Machthabern ist bis heute ein konträr diskutiertes Thema. Sein Schaffen und seine Person haben die Musikwelt des 20. Jahrhundert in Salzburg aber nachhaltig geprägt.

Karl Reisenbichler (1885–1962) – Künstler an der Zeitenwende
ab 7. November 2009
Reisenbichler ist durch zahlreiche Arbeiten im öffentlichen Raum auch in der Gegenwart sehr präsent (Thalhammerhaus, Platzl, Sternbräu, Bäckerei Bacher, Ankerhaus etc.) und trotzdem heute ein eher unbekannter Künstler. Er war im Ersten Weltkrieg Kriegsmaler im Rainer-Regiment, entwarf nach 1918 Notgeld und Postkarten, ehe er größere Aufträge für Fassadengestaltungen erhielt. Ab 1939 war er führend in die NS-Kulturverwaltung tätig und starb schließlich völlig verarmt in Großgmain. Ein Teil seines künstlerischen Nachlasses befindet sich im Salzburg Museum. Wegen seines „bodenständigen“ Stils wurde Reisenbichler seinerzeit vielfach geehrt aber auch entschieden abgelehnt. Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt seines malerischen und grafischen Schaffens.

Raum 113 und 114
Fanny von Lehnert (1852–1930) – Gönnerin des Museums
9. April bis 2. November 2009
Mit der Benennung einer Straße nach der großen Gönnerin Fanny von Lehnert drückte der Gemeinderat im Jänner 1931 seinen Dank für eine umfassende Schenkung an das Salzburger Museum Carolino Augusteum aus. Die Wiener Konteradmiralswitwe Fanny von Lehnert hatte sich 1912 entschieden, dem Museum ihre sehr qualitätsvolle Sammlung an Gemälden, unter ihnen der „Sonntagsspaziergang“ von Carl Spitzweg, und eine Fülle kunstgewerblicher Gegenstände zu vermachen. Der Großteil dieser Sammlung wird nun zu sehen sein.

Raum 115
Maria Johanna Sedelmaier (1811–1853) – Tabaktrafikantin, Dichterin und Lehrerin
ab 9. April 2009
M. J. Sedelmaier dichtete in Ihrer Kindheit und Jugend unter der Anleitung von namhaften Lehrern des Salzburger Lyceums. Die Mutter führte einen Tabaksladen am Universitätsplatz in Salzburg. Sie erzog ihre Kinder, der ältere Sohn besuchte das Gymnasium, die kleine Schwester lernte mit dem Bruder auch Griechisch und Latein mit. Die Tochter übernahm nach dem Tode der Mutter das kleine Geschäft und schrieb nebenbei Gedichte. Viele Dichterkollegen wie Otto Prechtler, Ernst von Feuchtersleben, Nikolaus von Lenau, Franz Grillparzer oder Ladislaus Pyrker besuchten sie dort. Besonders Carl Adam Kaltenbrunner förderte sie. Von 1848 bis 1853 war sie Aushilfslehrerin an der Mädchenschule St. Andrä. Nach einem Schlaganfall verstarb sie am 17. März 1853. Die Salzburger Liedertafel gab ihr das letzte Geleit. In der Ausstellung werden einige Autographen sowie eine Auswahl ihre gedruckten Werke vorgestellt, ihr Leben zwischen Tabakladen und Pfarrschule beleuchtet.

Raum 118
Erzherzog Heinrich Ferdinand von Habsburg-Lothringen (1878–1969) – Offizier – Maler – Fotograf
9. April 2009 bis 10. Jänner 2010
Heinrich Ferdinand, dessen Urgroßvater Ferdinand III. von Toskana von 1803 bis 1805 Kurfürst von Salzburg gewesen war, gelang es, inmitten traditionell auferlegter Pflichten als k.u.k. Offizier ein unangepasstes Leben zu führen und sein Hauptaugenmerk auf die technischen Neuerungen seiner Zeit wie Motorisierung, Farbfotografie oder auch Meteorologie zu lenken. Seine künstlerische Neigung manifestiert sich in unzähligen selbst gefertigten Ölgemälden, Zeichnungen, Drucken und Fotografien. Vor allem sind seine Darstellungen der Stadt Salzburg und deren Umgebung zu nennen, wobei die am Beginn des 20. Jahrhunderts noch sehr junge Technik der Farbfotografie von Bedeutung ist. Das Salzburg Museum erhielt Heinrich Ferdinands Nachlass von seiner in Salzburg lebenden Enkelin Helvig Jordis als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt.

Panorama Museum | Neue Residenz
Kosmoramen von Hubert Sattler – Gebirgswelten und Morgenland
22. Jänner bis 8. November 2009
Aus dem unfangreichen Bestand des Salzburg Museum an Kosmoramen wurden nun 12 Bilder mit Darstellungen des Vorderen Orients restauriert und bieten zu den Gebirgswelten – die bereits seit Jänner 2008 zu sehen sind – einen spannenden Kontrast. Der Blick auf die noch touristisch unentdeckte Landschaft rund um die Pyramiden (1851), die Kolosse des Memnon (1846) oder die Nilkatarakte (1846) zeigt einerseits den Zauber des Morgenlandes – andererseits führen die Stadtansichten von Jerusalem, Bethlehem oder Mekka die Aufmerksamkeit auf heute im Blickpunkt stehende Metropolen.

Heimische Bildhauerkrippen rund um Hans Mairhofer-Irrsee
20. November 2009 bis 10. Jänner 2010
Neben einer Auswahl an Krippen aus der Volkskundlichen Sammlung am Salzburg Museum widmet sich die Ausstellung Schwerpunkt mäßig der geschnitzten Krippenfigur. Im Mittelpunkt stehen die Werke von Hans Mairhofer-Irrsee (1914-1998), der zwar im benachbarten Oberösterreich beheimatet war, in seinem künstlerischen Schaffen jedoch stark an Salzburg orientiert war, sodass viele seiner Arbeiten den Weg hierher gefunden haben. Obwohl den heimatlichen Bauern nachempfunden, sind seine Figuren oft eigenwillig und stets von individueller Prägung.

Spielzeug Museum | Bürgerspital
Der Struwwelpeter – Zum 200. Geburtstag von Heinrich Hoffmann
bis 15. November 2009
Noch bis zum 15. November 2009 ist die aktuelle Sonderausstellung „Der Struwwelpeter“ im Spielzeug Museum zu sehen. Das Kinderbuch „Der Struwwelpeter“ ist jedem ein Begriff. Hanns Guck-in-die-Luft, der Daumenlutscher oder der Suppenkaspar sind alte Bekannte. Vielleicht wissen auch einige, dass der Autor Heinrich Hoffmann heißt. Wissen Sie aber auch, dass er Arzt war? Dass „Der Struwwelpeter“ 1844 ein Weihnachtsgeschenk für seinen Sohn war? Und dass der Mediziner noch vier andere Kinderbücher verfasst hat? Zum Geburtstag von Heinrich Hoffmann, der sich am 13. Juni 2009 zum 200. Mal jährt, zeigt das Spielzeug Museum eine Sonderausstellung zu seinem bekanntesten, aber wohl auch umstrittensten Kinderbuch „Der Struwwelpeter“ – mit Exponaten aus der Privatsammlung von Adelheid Hlawacek sowie aus eigenen Beständen.

Spielzeug als Leidenschaft - Das Sammlerehepaar Gabi und Hugo Folk
ab Juni 2009
Das Salzburger Spielzeug Museum wurde 1974 hauptsächlich mit Ausstellungsobjekten aus der Sammlung des Wiener Ehepaares Gabriele Folk-Stoi (1902–1994) und Hugo Folk eröffnet. Die Sammlung umfasst Holzspielzeug aus zahlreichen Erzeugergebieten, Puppen, Puppenstuben, Puppenmöbel, Spielzeug aus Ton, Zinnfiguren, Baukästen, Spielzeug aus aussereuropäischen Ländern und vieles mehr. Das Spielzeug Museum besitzt nicht nur die einzigartige Sammlung von Gabriele und Hugo Folk, sondern auch einen reichen Schatz an kunstgewerblichen Entwürfen und Graphiken der jungen Gabi Stoi, die in dieser kleinen Ausstellung erstmals gezeigt werden sollen.

Volkskunde Museum | Monatsschlössl
Geheimnisse der Blütensprache
1. Mai bis 31. Oktober 2009
Die Kunst, mit ausgewählten Blumen geheime Botschaften zu übermitteln, damit Gedanken und Gefühle auszudrücken, ohne dass sie ausgesprochen werden, steht im Mittelpunkt der Sonderausstellung 2009. Ebenso nachgegangen wird in der Sommer-Sonderausstellung im Volkskunde Museum der Bedeutung bestimmter Blumen, die bis heute das touristische Alpen- und Salzburg Klischee prägen. Dem Motiv „Edelweiß“ wird dabei besondere Aufmerksamkeit zuteil, dessen Bandbreite von Exklusivität (Haarschmuck der Kaiserin Elisabeth) bis zum amerikanischen Alpenklischee (Film „The Sound of Music“) reicht und weltumspannend die Herzen der Menschen zu erobern vermag.

Das weitere Arbeitsprogramm 2009
175-Jahr-Jubiläum
2009 feiert das Salzburg Museum sein 175jähriges Bestehen. Den Auftakt bildete bereits die Sonderausstellung „Stadt Salzburg – Ansichten aus fünf Jahrhunderten“ mit der großen gleichnamigen Publikation. Am ersten Wochenende im Juni werden im Rahmen eines Festprogramms die Salzburgerinnen und Salzburger eingeladen in vielfältiger Form mitzufeiern. Das detaillierte Programm wird zeitgerecht präsentiert.

Restaurierung des Salzburger Glockenspiels
Mit dem Abtransport der Glocken startete im Dezember 2008 die umfassende Restaurierung des Salzburger Glockenspiels. Im Jahr 2009 wird Zug um Zug auch das mechanische Spielwerk in der Werkstätte der Metallrestauratorin Elisabeth Krebs restauriert. Mit dem Abschluss aller Arbeiten ist allerdings erst im Frühjahr 2010 zu rechnen.

Fertigstellung der Planung des Archäologie Museum
Die Planungen für das Archäologie Museum sollen im Jahr 2009 so weit fortgeführt werden, dass 2010 mit den Umbauarbeiten begonnen werden kann. Mit der Verbindung des bestehenden Domgrabungsmuseum und den anschließenden Kellergewölben in der Alten Residenz als Ausstellungsräume mit rund 250 m² ergibt sich die einmalige Situation, dass archäologische Grabungen mit zusätzlichen Ausstellungsflächen verknüpft werden können. Darüber hinaus bedeutet die Umsetzung dieses Projektes einen weiteren wichtigen Schritt in der Realisierung des Salzburger Museumsleitplanes von Dieter Bogner.

Umbau im Bürgerspital
Im Bürgerspital fanden schon in den vergangenen Jahren regelmäßig Renovierungen an der Fassade und im Inneren statt. Ab 2009 sind auch Umbauten und Modernisierungen im Ausstellungsbereich für das Spielzeug Museum und die Historischen Musikinstrumente geplant. Dazu soll es auch Verbesserungen im sicherheitstechnischen Bereich geben. Derzeit läuft das bau- und veranstaltungsbehördliche Verfahren.

Umsetzung eines Kulturleitsystems für Salzburg
Seit längerer Zeit bemüht sich Direktor Erich Marx in der Stadt Salzburg endlich ein Kulturleitsystem durchzusetzen. In anderen Städten gehört es zur Selbstverständlichkeit, dass die Besucher mittels Wegweiser auf die wichtigsten Kulturstätten hingewiesen werden. Was in Wien oder Bad Ischl möglich ist, sollte auch in Salzburg umgesetzt werden können. Die Tourismus Salzburg GmbH hat schon vor einiger Zeit einen Planungsauftrag erteilt, dessen Ergebnisse seit Monaten vorliegen. Nun liegt es am Gemeinderat die entsprechenden Beschlüsse zu fassen.

Medienkontakt:
Mag. Tanja Petritsch
Leiterin Öffentlichkeitsarbeit, Marketing

Salzburg Museum
Mozartplatz 1
5010 Salzburg
Tel.: +43-(0)662-62 08 08-777
Mobil: + 43-(0)664-45 48 369
E-Mail: tanja.petritsch@salzburgmuseum.at


Sonderausstellung Salzburg Museum „STADT SALZBURG“ Werner Rosenbusch Hellbrunner Ebene 1956 Tempera auf weißem Papier Salzburg Museum
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Sonderausstellung Salzburg Museum „Kunst aus Japan. Heian – Genzai“ Kimono „Agemaki no Uchikake“ von Herrn Houshun Maeda April 1958 Seide Setagaya Museum
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Sonderausstellung Salzburg Museum „Josef Stoitzner (1884–1951)“ Josef Stoitzner Klausenmühle bei Mittersill mit Eingang ins Felbertal Öl auf Leinwand Salzburg Museum
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Ausstellung Salzburg Museum„Stadt Salzburg – Arbeiten aus fünf Jahrzehnten (1957–2007)“ Elisabeth Wörndl Alpenstraße Autofirmen/Zeltdach 1997 Inkjet- Print Land Salzburg
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Ausstellung Salzburg Museum „Der Residenzplatz – Fenster zu Salzburgs Geschichte.“ Seitenansicht römischer Weihealtar an die Götter Iupiter u. Iuvavus in Fundlage (vor Restaurierung), auf den Seitenflächen Darstellung Adler mit Lorbeerkranz (Bild) bzw. B
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Ausstellung „Kosmoramen von Hubert Sattler – Gebirgswelten und Morgenland“ Hubert Sattler Kolosse des Memnon zur Zeit der Überschwemmung in Oberägypten 1846 Öl auf Leinwand Salzburg Museum
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Sonderausstellung im Spielzeug Museum „Der Struwwelpeter“ Der lachende Struwwelpeter © Ingrid Ramsauer, Salzburg 2008
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Besucherzahlen alle Häuser Salzburg Museum 2007 und 2008.
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08.01.2009

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