SALZBURG MUSEUM
MOZARTPLATZ 1
5010 SALZBURG

im Stadtplan anzeigen


T +43-662-62 08 08-0
F +43-662-62 08 08-720
E office@salzburgmuseum.at


Ausstellungsvorschau 2024

Das Jubiläum „100 Jahre Volkskunde Museum“ ist Anlass dafür, einen zeitgenössischen Blick auf Objekte zu werfen, die 1924 Teil der ersten Ausstellung im Monatsschlössl waren. Darüber hinaus wird die erfolgreiche Ausstellung „Wasser – genießen · nutzen · fürchten“ ab März im volkskunde Museum wieder aufgenommen.

Salzburg Museum – Gastspiel

Abgesehen von den laufenden Angeboten im Festungs-, Volkskunde- und Spielzeug Museum wird das Salzburg Museum 2024 die Projektreihe „Salzburg Museum – Gastspiel“ starten. Dabei werden wir bei verschiedenen Institutionen in Stadt und Land Salzburg mit eigenen Präsentationen und Ausstellungen zu Gast sein. Wir laden Sie herzlich ein, mit dem Programm „Salzburg Museum – Gastspiel“ besondere Objekte aus den Sammlungen an unterschiedlichen Schauplätzen und in außergewöhnlichen Zusammenhängen neu zu entdecken. Unser Dank gilt besonders all unseren Projektpartner*innen.

   

Hubert Sattler (1817–1904), Der Tempel von Tulum in Yucatán (Mexico, 1856, Öl auf Leinwand © Salzburg Museum

8.3.2024–6.1.2025
Salzburg Museum – Gastspiel
zu sehen im DomQuartier Salzburg | Nordoratorium

 
Den Auftakt der Ausstellungsreihe „Salzburg Museum – Gastspiel“ macht eine Präsentation im Nordoratorium des DomQuartiers Salzburg. Um nach der Schließung des Panorama Museum die Werke von Vater Johann Michael und Sohn Hubert Sattler sichtbar zu machen, zeigt das Salzburg Museum ab 8. März 2024 eine Schau unter dem Titel „Heilige Orte – Ansichten von Hubert Sattler (1817–1904)“. Während Johann Michael Sattler Veduten von Stadt und Land Salzburg hinterließ, brachte Hubert Sattler von seinen „Weltreisen“ Ansichten mit, die er in großformatigen Werken in Öl umsetzte. Nicht nur die Kosmoramen geben Einblick in die vielfältigen Reisen Hubert Sattlers durch Europa, den vorderen Orient und Nordamerika, sondern auch seine wunderbaren Grafiken, die er von den Reisen mitbrachte. Sie zeigen malerische Ansichten von Gotteshäusern unterschiedlichster Konfessionen von der Antike bis ins 19. Jahrhundert. Die Auswahl der Werke folgt den Reiserouten von Hubert Sattler und somit seinen persönlichen Interessen. Gezeigt werden neunzehn Kosmoramen und erstmals Zeichnungen und Skizzen, die in situ entstanden sind. 
   
Kuratorin: Katja Mittendorfer-Oppolzer
   

Wasser – genießen · nutzen · fürchten

© Salzburg Museum/Herbert Rohrer

23.3.–1.11.2024
Volkskunde Museum Monatsschlössl Hellbrunn
   

Das Monatsschlössl in Hellbrunn hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Ort spezieller Dialoge zwischen der volkskundlichen Sammlung und verschiedenen künstlerischen, historischen und gesellschaftsrelevanten Themen entwickelt. Dieses Konzept wird auch mit der neuen Sonderausstellung „Wasser – genießen · nutzen · fürchten“ fortgesetzt.

Objekte aus den Sammlungen des Museums begegnen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Statistiken über den Genuss, den Verbrauch und die Gefahren des Wassers. Wasser ist lebensnotwendig und lebensbedrohlich zugleich: Menschen brauchen, genießen und fürchten es. Extreme Wetterereignisse werden als Gefahr wahrgenommen und nehmen mit dem Klimawandel zu. Die Ausstellung thematisiert gegenwärtige und historische Versuche, das Wasser zu kontrollieren. Historische Votivbilder zeugen von Unwettern und Hochwasserkatastrophen. Wettervorhersagen, hydrologische Messungen, Hochwasserschutzbauten und Krisenpläne sorgen für ein Sicherheitsgefühl, das im Ernstfall auf die Probe gestellt wird. Wie schützen Sie sich und Ihre Wohnung vor Wasser? Und wie viel Trinkwasser verbrauchen Sie täglich?

  
Kuratorin: Anna Engl MA BSc

 

Masken, Trachten, Kultobjekte. 100 Jahre volkskundlich Sammeln

Franz Kulstrunk (1861–1944), Flachgauer Tracht (1860) Bauer und Bäuerin, 1912, Aquarell, Tuschfeder auf Papier © Salzburg Museum

4.5.–1.11.2024
Volkskunde Museum Monatsschlössl Hellbrunn
   

Das Jubiläum „100 Jahre Volkskunde Museum im Monatsschlössl“ ist Anlass dafür, einen zeitgenössischen Blick auf Objekte zu werfen, die 1924 Teil der ersten Ausstellung im Monatsschlössl waren. Unter welchen Aspekten wurden sie damals gesammelt? Wie blicken wir heute auf diese volkskundliche Sammlung? Womit identifizieren wir uns? Was stößt uns ab? Was ist fremd geworden? In Kooperation mit dem Mozarteum setzen sich Studierende mit den Objekten auseinander und tragen ihre Interpretationen in den Außenraum. Diese Arbeiten werden im Mai und Juni im Hellbrunner Park präsentiert.

Die Jubiläums-Ausstellung zeigt bewusst nur Objekte, die bereits Teil der ersten Ausstellung des Volkskunde Museum waren und teils seit 100 Jahren als zentrale Objekte der Sammlung präsentiert werden. Ende Jänner 1924 stellte die Stadt Salzburg das Monatsschlössl dem Städtischen Museum zu Ausstellungszwecken zur Verfügung und am 28. Mai 1924 eröffnete das Volkskunde Museum im Monatsschlössl. Direktor Julius Leisching richtete es gemeinsam mit Kustos Karl Adrian mit dem Ziel ein, das einfache Landleben darzustellen. Ergänzend gibt es im Laufe des Jubiläumsjahrs ein breites Rahmenprogramm, welches sich mit dem Sammeln, Bewahren und Forschen beschäftigt.

  
Kuratorin: Anna Engl MA BSc

 

VALIE EXPORT – herstory!

ab Juli 2024
Salzburg Museum – Gastspiel
zu sehen im Keltenmuseum Hallein 


Mit ihrer Ausstellung im Keltenmuseum Hallein wirft VALIE EXPORT einen speziellen Blick auf das eigene Werk. Konkret fokussiert die Künstlerin im Kontext eines archäologischen Museums und im außergewöhnlichen Ambiente der barocken Fürstenzimmer des 18. Jahrhunderts selbst historische Arbeiten aus ihrer Werkbiografie. Die für Hallein ausgewählten Bilder vermitteln bald 50 Jahre nach ihrer Entstehung EXPORTS damalige Aneignung von kunsthistorischen Narrativen bzw. Ikonen der Kunstgeschichte. In den 1970er-Jahren hatte die Künstlerin mittels Nachstellungen, Inszenierungen und Collagen feministische Gegenentwürfe zu patriarchalen und männlich dominierten Inhalten und Programmen der europäischen Kunstgeschichte entwickelt. Die Arbeiten, die durch diese Umschreibungen maßgeblich zu Dekonstruktion tradierter Frauenbilder in der Gesellschaft beitrugen, gelten heute als Schlüsselwerke der internationalen Moderne. Die Ausstellung im Keltenmuseum zeigt eine präzise auf die historischen Räumlichkeiten in Hallein abgestimmte Werkauswahl. Gleichzeitig spannt das Gesamtprojekt durch seine Verortung im größten österreichischen Museum für Eisenzeit auch einen besonderen Bogen zur legendären und von EXPORT selbst kuratieren Ausstellung „MAGNA. Feminismus: Kunst und Kreativität“ in der Galerie nächst St. Stephan im Jahr 1975. Denn in der begleitenden  Publikation der Wiener Ausstellung hatte Carolee Schneemann eindrücklich kritisiert, dass unsere Beschäftigung u.a. mit Archäologie von der Vorstellung einer rein männlichen Autorenschaft früher künstlerischer Leistungen verbunden sei. So ist das Projekt im Keltenmuseum Hallein auch insgesamt eine Referenz auf den in der Ausstellung „MAGNA“ entwickelten Gedanken, von „Art Istory“ (und nicht Art History) zu sprechen. Als Ausdruck eines auch im nunmehrigen Titel herstory zum Ausdruck gebrachten Perspektivenwechsels, der dem Werk von VALIE EXPORT zu Grunde liegt und im Zuge ihrer Ausstellung im Keltenmuseum Hallein signifikante Sichtbarkeit erfährt.
   
Kuratorin: Katja Mittendorfer-Oppolzer
   

Grafik im Fokus – Hradil, Steinhart, Wulz & Co

Zur Ausstellung „Grafik im Fokus – Hradil, Steinhart, Wulz & Co“ im Museumspavillon der Stadt Salzburg. Anton Steinhart (1889–1964), Crikveniza IV, 1925, Tusche, Aquarell auf Papier © Salzburg Museum

28.8.–20.10.2024
Salzburg Museum – Gastspiel

zu sehen im Museumspavillon im Mirabellgarten 


Im Zuge der 1952 einsetzenden Ausstellungstätigkeit etablierte sich auch der bis heute verwendete Begriff „Museumspavillon“ für das historische Gebäude in prominenter Nachbarschaft zum Schloss Mirabell. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von Grafiken Salzburger Künstler*innen, die in Ausstellungen zwischen 1952 und 1968 im Museumspavillon im Mirabellgarten zu sehen waren.   
   
Kurator: Peter Husty
   

Unbekannt

Zur Ausstellung „Unbekannt“ im Fotohof. Speedway-Rennen oder Training auf der Trabrennbahn in Parsch. 1930-1940, Foto © Salzburg Museum

Spätherbst 2024
Salzburg Museum – Gastspiel

zu sehen im Fotohof 


Die Ausstellung verbindet eine vom Fotohof kuratierte Auswahl aus der historischen Fotosammlung des Salzburg Museum mit Reaktionen zeitgenössischen Fotografinnen und Fotografen auf Salzburg.

Salzburg Museum